Am 9. Juli verbrachte Selman Trtovac einen Tag im Allgäu, um den Weg seines Großvaters, welcher sich als Zwangsarbeiter im Jahre 1943 im Raum München aufhielt, für seine Arbeit symbolisch nachzuzeichnen.
Da er keine Spur gefunden hatte, die ihm helfen konnte, den genauen Aufenthaltsort seines Großvaters ausfindig zu machen, hat sich Selman Trtovac dazu entschieden, ein anderes Dorf im Allgäu zu besuchen, in welchem ebenfalls Zwangsarbeiter aus Serbien untergekommen sind. Mit Hilfe des Studenten Alexander Weidle, den Selman in seinem Seminarbesuch an der Universität Augsburg kennengelernt hatte, wurde Selman Trtovac das Dorf „Gestratz“ gezeigt, in welchem osteuropäische Zwangsarbeiter und französische Kriegsgefangene lebten. Alexander Weidle ist in diesem Ort aufgewachsen und hat im Rahmen seines Studiums die Erforschung der Zwangsarbeit in seinem Heimatdorf zum Thema seiner wissenschaftlichen Arbeit gemacht.
Für seine Arbeit, die am 24. Juli im Höhmannhaus ausgestellt wird, ist Selman Trtovac den Weg von der Unterkunft der Zwangsarbeiter bis zu ihrem „Arbeitsplatz“ gegangen.
